UWE 2016 – Ultratrail Wetter

Das es hier in der Umgebung schöne Trails habe ich ja letztens schon festgestellt, aber letzte Woche habe ich mein Reportoire an Strecken noch mal erweitert durch die Teilnahme am UWE, dem Ultratrail in Wetter. Obwohl, Ultra passt hier nicht ganz, es wurden gerade mal ~25km gelaufen, aber es ist ein Ableger des UDO, der Ultratrail in Dortmund, daher der Name.

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Ich habe relativ spontan von dem Einladungslauf erfahren, war aber direkt angetan, denn Trailrunning ist zwar gut, aber mehr Trailrunning ist besser. Und die Bezeichnung Trailrunning hat das hier wirklich verdient.  Der Organisator kommt aus dem Orientierungslaufen, und dementsprechend geschaffen war auch die Strecke die er uns da präsentiert hat. Fast ausschließlich Singletrails und über schmale Wege mit vielen schönen Steigungen und Downhills. War das ein Spaß.

Leider war ich selber ein wenig angeschlagen, aber meine Mitfahrgelegenheit musste eh am nächsten morgen sehr früh raus, und so haben wir uns schnell dazu entschlossen die zweite Runde nicht mehr mit zu laufen. Aber diese eine Runde hat mich so sehr begeistert, dass ich unbedingt wieder kommen werde.

Einen viel ausführlicheren Bericht gibt es bei dem Trailtiger, da spare ich mir das hier mal. Aber ich war da und hatte Spaß, wisst ihr jetzt bescheid. Und wie immer gilt: wer wissen will wie das so ist sollte am besten selber die Schuhe schnüren und loslaufen.

Ende des Jahres ist dann der UDO, den ich mir schon fest vorgenommen habe, aber so mal generell gesprochen: wir brauchen mehr solcher Läufe hier in der Umgebung. In zwei Wochen wäre da die Trampelpfadlauf im Taunus, aber das ist schon wieder so weit weg, dass eine Anfahrt sich kaum lohnt.

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Ruhrtalradweg von Winterberg bis Dortmund

Ich hatte ja versprochen dass dieses Wochenende wieder eine Tour geplant war. Ich war aber nicht laufen oder wandern, sondern bin den Ruhrtalradweg von Winterberg bis Dortmund gefahren, 140km in zwei Tagen mit dem Tourenrad.

Und als erstes muss ich ja mal ganz grundsätzlich sagen, so kleine Mini-Urlaube sind schon etwas sehr feines. Freitags Abends Vorbereitungen und Taschen packen, Samstags morgens los, eine Übernachtung in der Fremde, Sonntags wieder weiter und dann Abends das Wochenende zuhause ausklingen lassen. Dadurch dass man Samstags morgens direkt los fährt ist man direkt im Urlaubsmodus, und durch das weitermachen am Sonntagmorgen hat man auch das Gefühl einer längeren Tour, aber komprimiert auf zwei Tage. Viel besser kann man ein Wochenende eigentlich nicht nutzen.

Der Ruhrtalradweg hat sich angeboten, weil eine Bahn von Dortmund direkt zum Start fährt, ohne Umsteigen, die Anreise also sehr einfach ist, der Weg ist relativ gut ausgeschildert und eine große Planung und Navigation war nicht nötig, und weil ein „nach Hause fahren“ auch nett ist. Außerdem geht es in diese Richtung nur bergab. Ideal für so einen Kurzurlaub also.

Um das Ganze nicht ganz so einfach zu machen sind wir natürlich trotz der echt miesen Wetteraussichten losgefahren und haben für die Übernachtung ein Zelt eingepackt. Wetter ist halt immer, darauf Rücksicht zu nehmen nutzt ja nix.

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In Winterberg angekommen geht es erst mal bergauf zur Ruhrquelle (von wegen „nur“ bergab), und dann, wie der Name des Weges vermuten lässt, einfach weiter durch das Ruhrtal. Während neben einem die Ruhr immer breiter wird, und sich von einem Rinnsal in den Fluss wandelt den wir hier „unten“ kennen, muss man eigentlich nur dem wirklich gut beschilderten Wegen folgen. Die Beschaffenheit der Wege ist durchgehend gut und lässt sich problemlos fahren, ist aber nicht nur Asphalt sondern auch viel Schotterwege und auch abschnittsweise Waldwege. Insgesamt ist der Weg wirklich schön. Bedingt durch die Eigenschaften der Landschaft (es ist ein Tal), lässt es sich natürlich nicht vermeiden auch mal an größeren Straßen fahren zu müssen, denn da Quetschen sich Bahn, Straßen und der Fluss durch, aber man wird immer wieder für solche Passagen entschädigt.

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Wer eine sportliche Herausforderung sucht, sei es mit dem Mountainbike oder dem Rennrad, wird damit wohl nicht zufrieden sein. Für das Mountainbike ist der Weg zu einfach, für das Rennrad sind da zu viele Streckenabschnitte nicht ausgebaut genug, aber mit dem Tourenbike kommt man da wunderbar zurecht. Und ich wollte ja auch keine sportliche Herausforderung, sondern einen Kurzurlaub.

Das Wetter war anfangs echt gnädig. Bewölkt, nicht zu kalt, und nur ab und an ein wenig Fisselregen. Bestes Radfahrwetter also – bis es nach etwa der Hälfte der Strecke richtig anfing zu regnen. Was erst mal gar nicht so schlimm war, ich wusste worauf ich mich einlasse, die Vorhersage hatte es ja vorher gesagt, und ich war mental drauf eingestellt. Nur als dann der Gegenwind einsetze und den Regen mit Schmackes ins Gesicht blies, war es gar nicht mehr so einfach die Stimmung oben zu halten.

Als weiteres Schmankerl hat sich dann heraus gestellt, dass der Mantel und der Schlauch meines Hinterrades ihre besten Zeiten auch schon hinter sich haben. Für die die es noch nicht wissen: eine porösen Mantel im strömenden Regen flicken ist gar nicht so einfach. Wenn man dabei Schutz unter einer Brücke sucht unter der zufällig auch ein Auto mit einem Hundeanhäger steht und der Hund darin völlig ausrastet und durchgehend bellt macht es das nicht unbedingt einfacher.

Irgendwie haben wir dann uns und auch unsere gute Stimmung bis nach Arnsberg bekommen. Der eigentliche Plan sah vor, dort etwas zu Abend zu essen und dann ein paar Kilometer abseits der Route auf einem Campingplatz zu übernachten. Doch durchgefroren, nass bis auf die Knochen und in Aussicht auf einen regendurchweichten, schlammigen Campingplatz war schnell klar: so ein Hotelzimmer mit warmer Dusche hat auch was. Die günstigen Zimmer waren natürlich alle Ausgebucht, aber was soll’s, ist ja nur für eine Nacht. Und Arnsberg ist zum Glück auf Radfahrer eingestellt, so dass wir weder im Restaurant noch im Hotel mit den dreckigen Taschen und Radfahrkleidung Probleme hatten, und die Räder über Nacht wegschließen gehört auch mit zum Standardangebot.

Am nächsten Morgen schien dann die Sonne, ich konnte noch mal in Ruhe das Hinterrad begutachten, und nach Kaffee und Frühstück ging es auch schon weiter.

Die zweite Etappe ist deutlich flacher, die allermeisten Höhenmeter (es müsste hier korrekt „Tiefenmeter“ heißen, weil bergab) liegen schon hinter einem. Da das Wetter ziemlich gut war sind natürlich auch die ganzen Schönwetterradler aus ihren Löchern gekrochen, und es wurde an manchen Stellen richtig voll. Aber schön war’s. Landschaft, Strecke, alles herrlich, und es gab auch schon erste Kirschen am Wegesrand als Wegzehrung.

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Viel zu schnell sind wir dann auch schon in Schwerte gelandet, wo wir den Ruhrtalradweg verlassen mussten, und mit kleinem Umweg über den Phoenixsee war der Urlaub auch schon zu ende.

Auch wenn die ganze Übung in erster Linie als Kurzurlaub gedacht war, insgeheim habe ich das natürlich auch als Übungslauf gesehen, wenn ich das ganze mal sportlicher angehen will. In mir ist die Zuversicht gewachsen, dass ich mit diesem Rad auch längere mehrtägige Touren mit schweren Gepäck, wenn das kein Kurzurlaub mehr ist, gut meistern kann. Allerdings werde ich dafür einen anderen Sattel brauchen, denn dieser war gegen Ende des zweiten Tages nicht mehr so angenehm. Und vorher kontrollieren, wie der Zustand von Mantel und Schlauch so ist.

Eßmuster

Angeregt durch eine mitgelauschte Diskussion bei Twitter habe ich mir auch mal Gedanken über meine Eßmuster gemacht.

Der in dieser Hinsicht ideale Tag sieht bei mir so aus: Wenn ich durch die Vögel und die Sonne geweckt werde schäle ich mich aus dem Schlafsack und krieche aus dem Zelt. Dann setze ich mich erst mal mit einem Kaffee irgendwo hin wo Aussicht ist und genieße ein paar Minuten den Blick auf die Berge (bzw. das Meer) und werde langsam wach. Das ist die sogenannte Kaffee-Mediation. Dann gibt es ein kleines aber gehaltvolles Frühstück. Gerne Haferflocken mit Obst, oder kernig-körniges Vollkornbrot mit Erdnussbutter. Dann wird das Zelt abgebaut, die Taschen gepackt und es geht weiter. Nach dem etwa die Hälfte bis Zweidrittel der Tagesetappe geschafft sind wird es Zeit für einen kleinen Snack. Obst, (selbst gemachte) Energieriegel, Nüsse, so was halt, um den Rest der Strecke mit frischer Energie zu genießen.

Gegen späten Nachmittag oder frühen Abend wird dann wieder das Lager aufgeschlagen, und eine einfache, aber von der Menge her enorm große Mahlzeit zubereitet, welche dann hastig aus Angst zu verhungern runter geschlungen wird. Im Anschluss wird gelesen oder in dem See gebadet an dem das Lager aufgeschlagen wurden, oder einfach nur abgehangen, Regeneration für den nächsten Tag. Gerne werden dabei 2-4 Bier getrunken und ein Lagerfeuer entzündet.

Gerade an Wochenenden oder in Ferien komme ich dem Ideal natürlich näher. Um mal ein Beispiel zu nehmen, letztes Wochenende sah dem sehr ähnlich. Aufstehen, Kaffee, Frühstück, dann los. Samstag ging es zum Tough Mudder NRW, Sonntag vier Stunden Fahrradfahren mit und bei der Fahrradsternfahrt Dortmund (video1, video2, video3). Zwischendurch gab es an beiden Tagen wenn überhaupt nen kleinen Snack. Am frühen Abend wurde dann gekocht und im Anschluss Fußball geguckt. Eigentlich Ideal.

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Aber das ist eben auch nicht der Alltag. Mit Büroarbeit, Training in den Abendstunden und jeder Menge anderer Termine und Aufgaben die jongliert und gestemmt werden müssen lässt sich so ein Tagesablauf nicht durchführen. Bei mir ist da nichts in Stein gemeißelt und ich sehe es als Teil des Trainings an noch weiter an meinen Eßmustern zu schrauben, aber mit den zwei mir wichtigsten Punkten, der Kaffeemediation am morgen und einer großen Mahlzeit in der ich den Hauptteil der täglichen Kalorien zu mir nehme, habe ich aktuell zwei Routinen:

  • als erstes morgens natürlich die Kaffeemediation,
  • dann ein kleines Frühstück
  • Mittags dann einen kleinen Snack (wenn überhaupt)
  • wenn ich Nachmittags trainiere gibt es nach dem Training dann die eine große Mahlzeit
  • wenn ich Abends trainiere gibt es Nachmittags eine größere Mahlzeit und nach dem Training dann noch einen Snack, entweder Müsli oder einen (grünen) Smoothie.

Ja, so sieht es bei mir in etwa aus, drei bis vier Mahlzeiten, davon eine sehr große und sonst eher Snacks. Aber, und das ist mir sehr sehr wichtig: Das ist kein Gesetz, sondern es ist eher so dass ich da gut mit klarkomme, aber auch immer wieder Tage habe die anders aussehen. Würde ich das mal protokollieren würde hier wahrscheinlich auch wieder das 80/20 Muster zutreffen: an 80% der Tage sieht es so aus, an 20% komplett anders.

Aber abseits davon dass ich so aktuell ganz gut klar komme, habe ich ja auch Gründe um es so zu machen:

  • Das Essen vor und nach dem Training ist ziemlich wichtig. Lange GA1/GA2 Läufe sind zwar auch nüchtern möglich (vielleicht sogar gut?), aber für intensives Intervalltraining brauche ich Energie. Nach dem Training braucht der Körper dann Nährstoffe um zu regenerieren.
  • Wenn ich Mittags größere Portionen esse merke ich dass ich müde und schlapp werde. Der Körper will ruhen und Verdauen, und deswegen will ich die große Mahlzeit wenn es geht nach vollbrachtem Tagewerk zu mir nehmen. Das klappt natürlich nicht wenn ich Abends trainieren (das ist dann immer so zwischen 19:00 – 22:00 Uhr), weshalb ich die Mahlzeit in eine Große (17:00) mit genug Zeit zum Ruhen vorher und eine Kleine (22:00) splitte.
  • Dieses „wenig Essen“ (FDH oder so) ist ein Konzept dass sich mir nicht erschließt und womit ich nicht klar komme. Dann lieber den Tag über fast gar nichts, abends dann aber auch bis ich satt bin. Wenn ich morgens oder Mittags schon „richtig“ esse schaffe ich es nämlich nicht dann abends weniger zu essen, sondern schaufel mich genau so voll.

Da ich jetzt aber so langsam mit den Vorbereitungen für einen Marathon einsteige, gibt es aber auch noch Sachen, die ich in nächster Zeit ändern möchte:

  • Ich will mehr GA1/GA2 Läufe nüchtern machen, weil Marathon. Also entweder früh morgens laufen, und dann ein größeres Frühstück, oder den Mittagssnack komplett weg lassen und Nachmittags laufen. Werde ich wohl beides machen (müssen).
  • Bei der Zusammensetzung der Mahlzeiten sehe ich noch Optimierungspotential, aber das soll hier ja nicht Thema sein.

Wie leicht zu sehen ist hat die Ernährung auch viel mit dem Training zu tun, was aber nicht weiter überraschen sollte. Die Nahrung ist unser Treibstoff, und was und wie wir in uns hinein schaufeln hängt natürlich direkt damit zusammen, was wir dann an Energie abrufen können. Trotzdem und im besonderen ist die 80/20 Regel für mich sehr wichtig. Ich werde keine Einladung zum Essen, keinen Kuchen und keinen geselligen Grillabend absagen, weil es „nicht in meinen Ernährungsplan passt“. Eher anders herum bin ich immer wieder bemüht, möglichst viele Tage so zu gestalten, dass sie dem Ideal so nahe wie möglich kommen. Die Pläne für das jetzt kommende Wochenende sehen da schon wieder sehr gut aus, man darf gespannt bleiben.

 

Sauerland Höhenflug Trailrun, 2016.06.12

Gestern war mal wieder Raceday, und zwar nicht nur irgendeiner, sondern das Event auf das ich schon seit einem Jahr hin gefiebert habe. Letztes Jahr war ich von dem Höhenflug Trailrun so begeistert dass ich mich am liebsten direkt für das nächste Mal angemeldet hätte, und um es kurz zu machen: dieses Mal ist es nicht anders!

Ich hatte ja letztens schon geschrieben dass ich nicht das Gefühl hatte mich besonders auf diesen Wettkampf vorbereitet zu haben. Ganz anders als in der Vorbereitung für den Zoolauf in Münster hatte ich keinen intensiven wettkampfangepassten 6-Wochen Trainingsplan, sondern habe mehr oder weniger nur versucht das Training nicht allzu sehr einbrechen zu lassen. Nachdem ich im März/April den Wochenumfang ordentlich angezogen habe, ist der jetzt Mai/Juni wieder stark zurück gegangen, aber dieses mimimi hatte ich ja schon erwähnt, da will ich jetzt gar nicht zu lange drauf rumreiten.

Ich saß also gestern Morgen im Auto auf dem Weg ins Sauerland und musste viel darüber nachdenken was ich alles hätte besser machen können. Doch körperlich ging es mir gut, ich hatte keine Beschwerden, fühlte mich fit und war eigentlich bereit. Die Wetteraussichten waren, nun ja, gemischt. Ich laufe ja gerne auch durch Regen, so eine schöne Schlammschlacht im Wald hat ja was, aber in Wettkampfsituationen kann es eben auch sein dass man ein wenig weniger vorsichtig ist als es der Situation angemessen wäre, und auf rutschigen und schlammigen Singletrails steigt dann ja auch das Verletzungsrisiko. Und am schlimmsten ist bei so wechselhadftem Wetter dass ich nie weiß was ich anziehen soll (mimimimimi).

Doch am Veranstaltungsort sah alles gut aus, kein starker Regen, und es herrschte dieses schöne  geschäftige Treiben, und diese sportliche Atmosphäre lag in der Luft die ich ja auch so gerne mag an Wettkämpfen. Dabei ist es da noch so klein und übersichtlich, dass es sympathisch und nahezu familiär ist. Keine allzu langen Wege, keine Massenabfertigung der Läufer. Sind ja nur ein paar Hundert. An dieser Stelle will ich schon mal ein ganz großes Lob an die Veranstalter aussprechen.

Wir sind mit nicht allzu viel Vorlaufzeit am Ort eingetroffen, und so blieb neben fertigmachen und einmal kurz umsehen dann kaum Zeit, und schon musste ich mich warmlaufen und dann ging es auch schon an den Start.

Die Strecke war wieder herrlich. Nach einer kurzen Einlaufrunde zum Sortieren ging es direkt auf einen schönen Singletrail. Ich habe mich natürlich wie immer viel zu viel weit hinten einsortiert (oder die anderen zu weit vorne?), könnte diese Einlaufrunde gut nutzen um mich an eine gute Position im Läuferfeld zu bringen. Dann kam das schöne Bergauf und Bergab, viele Singletrail aber auch breitere Wege, und wieder diese eine harte Steigung bei km 15/16 bei der ich letztes Jahr schon gehen musste. Dieses Jahr ging es viel besser,  die letzten paar Meter musste ich auch dieses Mal aber gehen.

Und so alles im allem lief es erstaunlich gut. Dachte ich zu Beginn noch, dass ich das lieber langsam angehe, habe ich doch sehr schnell die Strategie gewechselt und habe ein paar mehr Schippen reingeworfen, und ich wollte dann doch wissen was geht. Und es ging gut. Kurzzeitig lag sogar eine Zeit unter 01:40 in realistischer Schlagweiter, doch kurz vor Ende war auf der Strecke noch ein neuer aber auch echt schöner Singletrail Abschnitt bei dem ich ein wenig Geschwidnigkeit rausnehmen musste, und so bin ich nach 21.1km und (weit) über 500 Höhenmetern mit 01:41:34 ins Ziel gekommen, als 3ter in meiner Altersklasse und 24ster insgesamt.

Und ich bin sehr (sehr!) zufrieden mit diesem Ergebnis. Um gute 10 Minuten verbessert, aufs Alterklassentreppchen gekommen, einen sehr schönen Lauf gehabt, das hat sich mal gelohnt.

Ich plane jetzt schon damit nächstes Jahr wieder hier zu starten, auch wenn ich mittlerweile schlauer bin und weiß, dass es auch andere Läufe gibt die mindestens genauso schön sind. Mal sehen was das Jahr noch so bringt, meine Liste an ungelaufenen Läufen alleine in NRW ist sehr lang.

shf_002 shf_004 shf_003Auf der Veransltatungsseite gibt es sehr viele Photos, die sind nämlich einfach mal so cool und landen alle einfach bei Dropbox hoch. Das gibt nen dicken Daumen hoch von mir!

 

Digitale Bewaffnung

Vorgestern fragte mich ein Freund, welche Karten-App ich denn so benutzen würde, ob ich ihm das was empfehlen könne. Puh, gar nicht so einfach, denn die eine App die alles erschlägt gibt es wohl nicht. Aber ich will mal versuchen aufzudröseln wie ich das so mache.

Anwendungsfälle

Erst einmal, welchen Bedarf habe ich. Ich gehe Laufen und Trailrunnen (sagt man das so?), Wandern, mache Radtouren und fahre in der Stadt Fahrrad. Bei allen habe ich andere Ansprüche an Strecke und App. Dann teilt sich die Appnutzung in zwei große Bereiche, die Planung und die Navigation.

Streckenplanung

Planen mache ich meistens zuhause am Laptop mit großem Bildschirm, mit nem Pott frischen Kaffee in der Hand, das ist einfach komfortabler und entspannter (und mit Kaffee!) als an einem kleinen Smartphone-Bildschirm. Ich nutze da aber nicht nur eine App, sondern meistens eine ganze Liste, zwischen denen ich vergleiche, hin und her schalte und crosschecke.

Inspiration bekomme ich bei gpsies.com oder lokalen Streckenverzeichnissen wie wanderwege-nrw.de. Gerade für Radtouren bietet sich radroutenplaner.nrw.de auch an, die Webseite ist zwar hässlich, das Streckenvorschläge sind aber oft sehr gut. Oder ich nutze komoot.de, dort finden sich auch viele Vorschläge und das Routing ist auch sehr gut.

Vor allem fürs Radfahren in der Stadt, wenn ich von A nach B muss nutze ich naviki.org, manchmal überprüfe ich aber auch bei Radtouren ob dort nicht noch gute Alternativvorschläge gemacht werden. Manchmal nutze ich aber auch ganz einfach de Routenplanung von osm.org oder maps.google.de.

Ziel des Ganzen ist es, eine gpx Datei mit der Route zu erzeugen. Je nachdem wie wichtig mir das ist, vergleiche ich die Routen bei mehreren der Apps und versuche da noch zu optimieren.

Navigation

Ist die Strecke einmal zu meiner Zufriedenheit geplant und die gpx Datei erzeugt, habe ich auch auf dem Smartphone verschiedene Möglichkeiten der Navigation.

Bei Strecken von A nach B in der Stadt mit dem Fahrrad bleibt es manchmal ganz einfach. Planen tue ich da in naviki.org und bleibe dann gleich dabei und nutze die App auch zum Navigieren. Aber auch bei längeren Radtouren kommt die App als Navi bei mir zum Einsatz.

Beim Wandern lade ich die Strecken meistens in oruxmaps.com und erzeuge mir dann eine entsprechende Offline-Karte für das Gebiet. Oruxmaps kann sehr verwirrend zu bedienen sein denn die App kann wirklich sehr viel, man muss sich ein wenig damit beschäftigen um sich damit wohl zu fühlen. Dann ist sie aber auch wirklich gut. Letztens habe ich Oruxmaps auch beim Trail-Orientierungslaufen benutzt. Ich habe mir eine neue Strecke gebaut und bin dann nach der Karte durch den Wald und über Trails gelaufen, das hat auch sehr gut funktioniert.

Komoot nutze ich auch gerne beim Laufen, Wandern oder bei Radtouren, vor allem wegen der Sprachnavigation, da muss ich nicht ständig auf die Karte gucken. Im Wald auf Singletrails stößt dass dann allerdings an die Grenzen, da brauche ich oft doch die Karte.

Sonstiges

Es gibt noch andere Karten-Apps die ich benutze.

  • CriticalMaps hilft Zuspätkommern die Horde zu finden und wenn ich dran denke mache ich die bei einer CM auch an.
  • Lauftraining auf meinen bekannten Strecken wo es nichts zu planen oder Navigieren gibt zeichne ich aktuell mit meiner Garmin auf, davor habe ich aber meistens strava oder runkeeper auf dem Smartphone benutzt.

Ausblick

Aktuell komme ich mit dem Smartphone als Navigationsgerät ganz gut klar, ich weiß aber auch dass es da Optimierungspotential gibt. Gerade beim Trailrunning bereitet mir das ein wenig Bauchschmerzen, da muss ich das die ganze Zeit in der Hand halten was bei schmalen rutschigen mit Pfützen durchsezten Pfaden problematisch werden kann. Da wäre ein dediziertes wasserfestes Outdoor-Navi eine gute Anschaffung. Am bestens eins was ich gut in der Hand halten kann (mit Schlaufe damit ich es nicht verliere), das aber auch mit Fahrrad-Halterung daher kommt.

Es gibt auch Sportuhren mit Navigation, aber ich bezweifle einfach mal dass so ein kleiner Bildschirm da wirklich hilfreich ist. Aktuell denke ich da „wenn schon denn schon“, bleibe bei meiner aktuellen Sportuhr zum Aufzeichnen und erkundige mich nach separaten Geräten zur Navigation. Ich lasse mich da aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

Ich weiß dass es noch viele Apps mehr gibt, die Lösung für den Freund war dann übrigens OsmAnd, er war nämlich auf der Suche nach einer Offline-Navigation im Auto (tz!). Hinweise auf Apps welche besonders für Wandern, Trailrunning oder Bikes geeignet sind und da einen Mehrwert bieten nehme ich gerne entgegen.

Trainingsrückblick Mai 2016

Puh, was ein Monat. Auf der einen Seite war mein Lauftraining sehr abwechslungsreich, ich bin spontan einen Wettkampf mit neuer Bestzeit gelaufen, und nebenbei auch noch viel Rad gefahren. Dann sind meine Umfänge aber stark zurück gegangen, der Mai war der Monat mit den zweitwenigsten gelaufenen Kilometern nach dem Januar, und ich habe in 10 Tagen den nächsten Wettkampf, und in keinster weise aktuell das Gefühl mich irgendwie darauf vor zu bereiten.

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Aber noch mal langsam. Ich laufe jetzt seit einem Monat in einem Team, und das hat meine ganze, über Jahre etablierte und gefestigte Wochenplanung komplett durcheinander geworfen. Ich laufe schon immer Dienstags und Donnerstags (und natürlich am Wochenende), das Training in dem Team ist aber Montags und Mittwochs. Was für Freaks! Montags kann ich nicht, da bin ich beim TKD, und das muss auch so bleiben(?). Mittwochs trainieren wir mit Trainer, das passt schon, aber das blöde ist jetzt, dass ich dann Dienstags nicht laufen gehe, weil ich nicht mit müden Beinen zum Mittwochstraining will, und Donnerstags nicht laufen kann, wegen den müden Beinen vom Mittwochstraining. Was dazu führt dass ich statt zwei mal in der Woche nur noch ein mal laufe. Und dann auch noch weniger, wir machen nämlich bei dem Training eher weniger Kilometer, dafür aber hartes Intervalltraining.

Also, ich übertreibe jetzt natürlich ein wenig, natürlich kann ich Dienstags oder Donnerstags dann ruhige Läufe machen, und damit habe ich jetzt auch wieder angefangen, es war nur so das zusätzlich zu der Umstellung des Trainings auch noch sehr viele andere Termine und Aufgaben anstanden, welche ich dann nach Möglichkeit nicht auf den Mittwoch gelegt hatte. Wenn sich das jetzt alles wieder normalisiert hoffe ich dass ich auch die Wochenkilometer wieder ein wenig hoch schrauben kann.

Aber noch mal zu dem neuen Team und Training. Wir trainieren (mittwochs) mit Trainer, der immer mit neuen Trainingsideen kommt, meistens Intervalle, Berganläufe, das was Spaß macht eben, und das ist schon mal wirklich toll. Dazu kommt dann, das man sich in der Gruppe gegenseitig pusht, was den Trainingseffekt und die Motivation wirklich noch mal steigert. Ich kann jedem nur empfehlen auch mal in einer Gruppe zu trainieren. Die schönen einsamen Läufe durch die Natur muss man dafür ja nicht komplett streichen.

Neben diesem neuen Training im Team bin ich dann im Mai spontan einen Wettkampf mitgelaufen, ich bin einfach mal 35km den Rheinsteig von Königswinter nach Linz gelaufen, und ich habe endlich mal den Ruhrklippenlauf mitgemacht. Daneben habe ich noch Radtouren gemacht, hin und wieder aber viel zu selten Alternativtraining, ich war endlich mal wieder wandern, und eben auch sehr viel zu tun neben dem Training was nichts mit Sport zu tun hat. Unter’m Strich also abwechslungsreich und spannend, aber ohne Konsistenz oder großen Plan. Wie oben schon erwähnt habe ich absolut nicht das Gefühl, mich gerade auf einen Wettkampf vor zu bereiten, wenn man sich das aktuelle Training so ansieht tue ich das auch nicht, das war vor dem HM in Münster mit den 6 Wochen durchgeplantes Training komplett anders.

Mal sehen was da wird 🙂

Bewegungsmelder KW 22.2016

Wieder unkommentiert und ausserdem viel zu spät. Deal with it!