Trainingsplanung 2017 Teil 1 – Rückblick

Mit der Erfolgreichen Prüfung zum 1. Kup in Teakwon-Do (rot-schwarzer Gurt) kurz vor Weihnachten habe ich auch das letzte sportliche Ziel  erreicht, welches ich mir für 2016 gesetzt hatte, und da bietet es sich ja an mal über das nächste Jahr und die sportlichen Ziele für nächstes Jahr nach zu denken.

Aber, erst einmal will ich zurück blicken auch die Ziele von 2016, schauen wie das so gelaufen ist, welche Probleme ich hatte und was ich vielleicht daraus lernen kann. Ich versuche auch mich kurz zu fassen.

Vor ziemlich genau einem Jahr stand ich vor der gleichen Überlegung, und meine höchste Priorität damals war, konstant am Laufen dran zu bleiben. Ich hatte gerade eine Verletzungspause überstanden und bin mir hoher Motivation wieder in das Laufen eingestiegen, und meine Idee war es das Laufen noch mehr als es eh schon war zu einem festen Teil meines Lebens zu machen. Und anstatt mir als Ziel zu setzen eine bestimmte Anzahl von Kilometern im Jahr zu laufen, hatte ich damals die Idee, mir ein wöchentliches Ziel zu setzen.  Auf diese Art war ich gezwungen (ohne hier die negative Bedeutung zu betonen, ich wollte es ja), das Laufen zu einem festen Teil meines Wochenplans zu machen.

Dieses Wochenziel habe ich so niedrig gewählt, dass ich es auch in echt stressigen Zeiten erreichen kann, aber auch so hoch dass ich dem Laufen eine Priorität geben musste. Damals habe ich mich für 28km entschieden, was sich einfach dadurch erklärt, dass meine Standardstrecken 8, 14 und 20 Kilometer lang sind. Ich würde also jede Woche mindestens zwei mal laufen gehen.

Aber, das ist ja nur das unterste Ende der Fahnenstange, ein Ziel welches ich auch erreichen wollte, wenn es wirklich mies läuft. Wenigstens das sollte drin sein!
Dazu hatte ich auch höhere Ziele, wollte an diversen Wettkämpfen teilnehmen und bin direkt Anfang Januar mit einem Trainingsplan eingestiegen.

Und ganz nebenbei wollte ich auch noch den 2. und 1. Kup in Taekwondo machen (was ja wie schon am Anfang erwähnt geklappt hat), und dazu musste ich auch wenigstens ein mal pro Woche zum Training gehen.

Stellt sich jetzt natürlich die Frage, was daraus geworden ist. Als erstes kleines Fazit kann ich sagen, dass die Wöchentlichen Mikroziele eine gute Idee waren, und bis auf wenige Ausnahmen habe ich das auch gut eingehalten. Zweimal war ich krank, einmal habe ich an einem langen Wochenende den langen Lauf von Sonntag auf Montag verschoben (das war ein spontaner Wettkampf), nach dem Vulkantrail Marathon habe ich mir einfach mal ne Pause gegönnt, und dann ist mir noch das Fahrradfahren dazwischen gekommen.

Auch wenn ich immer schon Fahrrad fahre, als ich die Pläne für dieses Jahr geschmiedet habe, habe ich noch nicht damit gerechnet dass sich das Rad auch zu einem Sportgerät für mich entwickeln würde. Und wenn man am Sonntag eigentlich noch einen Lauf vor hat, aber die Kumpels spontan anfragen ob man auf eine lange Ausfahrt mitkommt, dann ist mir mein Wochenziel an Laufkilometern in dem Moment erst mal egal. Und wenn ich eine Woche lang jeden Tag 8 Stunden auf dem Rad sitze, denke ich auch nicht daran unbedingt noch diese Laufkilometer ab zu reißen.

Das ist eine wichtige Erkenntnis, die ich mir für die neuen Ziele merken muss: Dinge ändern sich!

Ich bin aber recht zufrieden damit, dass ich in keiner Woche aus Faulheit oder mangels Lust meine Kilometer nicht gemacht habe. Und durch die Wettkämpfe und die damit verbundenen Trainingspläne habe ich in den meisten Wochen weit mehr, oftmals doppelt, teilweise drei mal so viel gelaufen wie mein Minimalziel mir vorgeschrieben hätte.

Zweite wichtige Erkenntnis: Wettkämpfe und Trainingspläne motivieren enorm.

Und noch etwas hat sich geändert, ich bin einem „Team“ (na ja, eher Gruppe) beigetreten, welches von einem Trainer betreut wird. Neben der zusätzlichen Motivation hat mir das aber auch die Erkenntnis gebracht, das Qualität wichtiger ist als Quantität, Ziele die rein auf der Kilometerzahl also wenig Aussagekräftig sind.

Wirkliche Wettkampfziele hatte ich Anfang letztens Jahres noch gar nicht so konkret. Ich hatte den Halbmarathon in Münster und ein paar andere kleine Wettkämpfe für die ich direkt im Januar mit dem Trainingsplan angefangen habe, ich wusste das ich bei dem Sauerland Höhenflug und vielleicht auch bei dem Phoenixsee Halbmarathon teilnehmen will, aber das war es dann auch schon. Alle anderen Wettkampfziele waren noch sehr unkonkret, vor allem der Vulkantrail Marathon, und haben sich erst im Laufe des Jahres ergeben. Vor allem der Beitritt zu dem Team hat meine Ziele nochmals beeinflusst.

So weit zu meinem kurzen Rückblick. Um das ganze nicht zu lang werden zu lassen, mache ich hier einen cut und werde in einem nächsten Beitrag weiter machen und nach vorne schauen.