Trainingsplanung 2017 Teil 2 – Ausblick

Ok, da von prominenter Stelle auf meinen Rückblick verwiesen wurde bleibt mir garnichts anderes übrig, als auch meine Planungen für das Jahr hier öffentlich zu besprechen.

Und oh, geneigter Zuhörer, was habe ich mir da Gedanken gemacht. Mit der erfolgreichen Einführung des wöchentlichen Kilometerzieles kann es ja nicht aufhören, ich habe so viel gelernt im letzten Jahr, so viel Trainiert, das muss sich doch auch in den Planungen wiederfinden. Was ist den mit dem „Qualität statt Quantität“? Was mit dem Fahrradfahren? Und das Training hat sich ja auch ausgezahlt, ich bin ein besserer Athlet als noch vor einem Jahr, das Ziel sollte das ja auch Reflektieren. Ein einfaches, simples, Kilometerziel spiegelt das nicht wieder.

Und die Idee ist ja eigentlich recht simpel: Ich erstelle mir einen Schlüssel, nach dem ich verschiedenen Trainingseinheiten eine bestimmte Anzahl von Punkten gebe, und setze mir dann ein Punkteziel.

Das könnte dann zum Beispiel so aussehen, dass eine Stunde normal laufen einen Punkt „wert“ ist, eine Stunde normal Radfahren einen Halben, und Intervalltraining zwei. Ein Wochenziel von 4 Punkten könnte ich dann mit zwei mal Intervallraining, oder 4 Stunden laufen, oder 2 Stunden Rad und 3 Stunden laufen, oder oder oder.

Klingt doch erst mal nicht schlecht.

Nur habe ich eine wichtige Erkenntnis des letzten Jahres dabei vergessen: Dinge ändern sich! Und auch wenn letztes Jahr schon ein Jahr der Änderungen war, das war Kindergarten im Vergleich zu dem was jetzt kommt. Alle Prognosen sagen ein wildes Jahr voraus, dessen Verlauf und Ende noch weit in den Sternen liegt. Und da muss ich mir auch eingestehen, so ein kompliziertes System für die Wochenziele passt da einfach nicht.

Für mich hieß es zu überlegen: Was ist die Grundlage, was soll überdauern, auch wenn alles anders kommt als die Orakel es Prophezeien? Und da lautet die Antwort schlicht und einfach: Laufen. Selbst wenn alles andere um mich herum im Wandel ist, ich will meine Schuhe schnüren und raus gehen. Und genau das reicht mir als Minimalziel, womit wir wieder ganz am Anfang wären, alle Überlegungen werden über Board geworfen, ich setze mir wieder ein ganz einfaches Ziel: (etwa) 30km pro Woche. Das muss immer drin sein, auch bei schwerstem Wellengang.

Aber gut, seien wir mal mutig, eine kleine Änderung soll es geben: 30km + 1 Ausfahrt mit dem Rad.

Alles andere, alles was darüber hinaus geht regele ich durch Wettkämpfe und die Vorbereitung darauf. Da die Gewässer trüb sind und die Zukunft im Nebel liegt fahre ich dabei auf Sicht, ich habe grobe Überlegungen aber keine konkreten Pläne und Ziele die ich dann eh wieder über Board werfen müsste.

Und das erste Ziel ist auch schon in Sichtweite: eine neue Bestzeit auf der Halbmarathon Distanz! Seit vorgestern habe ich meinen Trainingsplan für den Venloop Halbmarathon in etwa 11 Wochen, und da heißt es für mich in den nächsten Wochen viel und schnell zu laufen, mit jeweils einer Ausfahrt auf dem Rad als Alternativtraining pro Woche.

Auf dem Weg zum Venloop werde ich natürlich auch ein paar B-Wettkämpfe bestreiten.

So weit die konkrete Planung.

Das nächste Ziel ist dann schon vager. Ich würde mich dann gerne wieder um die längeren Distanzen und Trails kümmern, bin auch schon bei einem kleinen Ultra-Trail und einem Trail-HM in der ersten Jahreshälfte gemeldet, aber mit der Option dieses Ziel in die zweite Jahreshälfte zu verschieben.

Die zweite Jahreshälfte ist dann ein komplett weißes Blatt, durch das Training in dem Team bleibt mir aber gar nichts anderes über, als ständig am Ball zu bleiben, auch ohne konkrete Planung und Ziele, und dadurch kommen auch andauernd Inspirationen für Wettkämpfe, so das mir mit Sicherheit nicht langweilig wird.  Ein Problem bei der Sache ist dann natürlich, dass ich es kaum schaffen werde bei beliebten Wettkämpfen mit begrenzter Teilnehmerzahl noch einen Startplatz zu ergattern. Klar, ich hätte mir mehr Plätze sichern können, um dann vielleicht doch nicht zu starten, aber das finde ich unfair denen gegenüber die wirklich dran teil nehmen wollen, denn auch wenn ich meinen Startplatz dann weiter gebe nehme ich den Menschen dann die Gelegenheit sich anständig darauf vor zu bereiten.

Neben dem Laufen habe ich mir auch überlegt, dass ich gerne mal an einem Radevent teilnehmen würde. Es gibt da ein paar interessantere, aber auch normale RTFs hier in der Gegend. Das ist aber noch so vage, das es eher als Idee, als kleine Randnotiz, als „könnte man ja auch mal machen“, in meinen Planungen vermerkt ist.

So wird  das Jahr also laufen: ich habe meine sich ständig wandelnde Liste an Wettkämpfen und Läufen, aber auch Radausfahrten und RTFs, und immer wenn etwas davon in Sichtweite gerät überlege ich mir ob ich daran teilnehme. Und währenddessen bleibe ich dabei, dass ich jede Woche wenigstens zwei mal Laufen gehe und mich einmal auf das Rad setze.

Es bleibt spannend.

 

Eine Antwort auf „Trainingsplanung 2017 Teil 2 – Ausblick“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.